Das Immunsystem unterstützen

Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, in herausfordernden Lebenssituationen unsere innere Haltung anzupassen. Wir können resignieren und uns auf die negative Seite fokussieren. Wir können aber auch die Chancen sehen, welche die Situation uns bietet. Natürlich löst ein Verlust auch Trauer, Wut und Ambivalenz aus. Dennoch kommt es darauf an, worauf wir uns fokussieren. So wie es in schwierigen Gefühlen auch positive Impulse gibt, kann es bei „guten“ Gefühlen auch negative Konnotationen geben. Es ist alles eine Frage der Bewertung.

Sie möchten ein Beispiel? Wir erleben Wut oft als schwierig oder negativ. Wut kann aber hilfreich sein, um in die Gänge zu kommen und etwas anzugehen, was vielleicht über längere Zeit dahindümpelte. Freude erleben wir als gutes Gefühl. Dabei kann beim Hochgefühl der Freude viel Unachtsamkeit entstehen. Vielleicht merken wir gerade in der Freude die Feinheiten nicht. Es ist also eine Frage der Bewertung und der Betrachtung.

Mitten im Frühling erleben wir den Corona Virus als Bremse in unserem Leben. Für einige ist es eine Vollbremse mit Kollateralschaden. Anderen verschafft es endlich mal Luft. Die Frage ist, wie wir damit umgehen.

Wir sind als Menschen alle voneinander abhängig. Was wir tun oder lassen, wirkt sich aus. So oder so. Deshalb versuche ich, unterstützende Gedanken auszusprechen und meinen Fokus auf Hilfreiches zu lenken. In diesem Zusammenhang ist der Film entstanden. Es dokumentiert die immense Lebenskraft, welche wir in der Natur finden. Sehen wir genau hin: auch die abgeknickte Pflanze blüht! Wieso sollte sie das tun, wenn es sowieso keinen „Sinn“ mehr macht? Für mich ist es ein Beispiel für Resilienz. Ich staune immer wieder über dieses Wunder.

Wenn wir trotz allem in den Wald gehen, tun wir etwas für unser Immunsystem, unseren inneren Arzt. Wir unterstützen unsere eigene Lebenskraft und füllen unsere Kraftreserven auf.

Es freut mich, wenn Ihnen der Film gefällt.