@ Frohes Neues Jahr!

wünscht das Waldbaden Institut Schweiz.
Vielen Dank für Ihre Treue!

Am ersten Tag im neuen Jahr wurden wir mit wunderbar mystischen Eindrücken beschenkt.
Über 800 m empfing uns dann die Sonne. Was für ein Tag! Willkommen im 2020!

Geniessen Sie den Kurzfilm und tauchen Sie in die Magie des Winterwaldes im Nebel ein:

@ meh Dräck … Waldbaden macht auch im Winter Spass.

Zugegeben, Sie müssen sich wärmer anziehen!
Aber wenn Sie mal das optimale Outfit gefunden haben,
(Kriterien: warm, wasserfest, winddicht)
dann lässt es sich wunderbar waldbaden.

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Bäume im Winter wachsen? Gehen Sie das nächste Mal achtsam durch den Wald und sehen Sie, wie die Triebe sich fast unauffällig zeigen.

Sich im Winterwald aufzuhalten, macht durchaus viel Freude, auch bei Regen und Schnee. Sie bewegen sich an der frischen Luft, welche auch im Winter im Wald immer noch besser ist, als in der Stadt. Die Bewegung über den unebenen Boden regt ihren Körper an und die Wintergerüche sind für die Nase ein Wohltat. Beobachten Sie spannende Phänomene, wie z.B. Wassertropfen an den Zweigen.

Auch auf den Waldboden sitzen oder liegen macht Sinn. So kommen Sie dem vielleicht etwas modrigen Geruch näher. Sie brauchen keine Hemmungen zu haben! Sich dem Waldboden zu nähern macht sehr viel Sinn: wichtige Bodenbakterien (Mycobacterium Vaccae) sind für Ihre Glücksgefühle verantwortlich. Durch das Einatmen wird mehr Serotonin ausgeschüttet. Falls Sie Gartenarbeiten verrichten, werden Sie das bestimmt schon erlebt haben: es macht glücklich.

Im Magazin Schweizergarten ist aktuell ein Artikel über Waldbaden zu finden. Das Magazin können Sie auch am Kiosk beziehen!

Ausgabe 12/2019
 «WALD TUT GUT!» Waldbaden im Glück.  In der Weihnachtszeit kommt diese Form der Entschleunigung gerade recht. Ausgabe 12/2019, Seite 76
Hier können Sie den Artikel direkt lesen:

Warum Achtsamkeit nicht „Gleichgültigkeit“ bedeutet

Alle reden von Achtsamkeit. Plötzlich wird dieser Begriff in jedem erdenklichen Zusammenhang erwähnt. Fast entsteht der Eindruck, dass Achtsamkeit zum Modebegriff verkommen ist. Modebegriffe haben die Eigenschaft, dass sie zum Unwort werden. Das wäre im Falle der Achtsamkeit sehr schade. Denn Achtsamkeit hat etwas mit Achtung zu tun, mit Langsamkeit, mit Respekt und mit Präsenz. Und: es bedeutet keineswegs, einfach zu allem Ja zu sagen.

In der Präsenz die eigene Wahrnehmung (vorerst mal für sich selbst) zu schärfen, ist wohltuend.

Weg mit dem Mobile, weg mit der Reizüberflutung, weg mit Bewertungen. Hin zur wertfreien Betrachtung, hin zur Kontemplation, hin zur Langsamkeit und Präsenz, hin zu liebevoller Akzeptanz (zum Beispiel, dass ich so bin wie ich bin), hin zur Wahrnehmung.

Wertfrei und gleichgültig sind zwei Paar Schuhe. Denn etwas nicht zu bewerten, kann entlasten (vor allem das Nervensystem). Die Wahrnehmung ist vorhanden und ich gewähre einen bewusst gewählten Moment der emotionalen Distanz. Wäre ich gleichgültig, würde ich nicht mal meine Emotion wahrnehmen können.

„Das geht mir am A….. vorbei“ ist ein gängiger Ausdruck und drückt bestimmt nicht Gleichgültigkeit aus. Wegsehen hat auch nichts mit Gleichgültigkeit zu tun. Gleichgültige Menschen halten ihre Emotionen so unter Verschluss, dass sich emotional nichts bewegt. Als Schutzmechanismus ist dies durchaus nachvollziehbar und für gewisse Momente sicher hilfreich. Auf lange Sicht kann dies zum Problem werden, es sei denn, im Umfeld wird Gleichgültigkeit geschätzt und ist ein gängiges Verhalten… Gleichgültigkeit kann durchaus zelebriert werden, obwohl die Gefühle im Innern hochkochen.

Achtsamkeit bedeutet auch nicht, zu allem Ja zu sagen. Es kann durchaus auch bedeuten, sich bewusst abzugrenzen. In unserer Gesellschaft wird Abgrenzung oder eine klare Position zu beziehen, oft negativ bewertet. Abgrenzung mit Achtsamkeit hat etwas damit zu tun, dass die Person zu sich selber schaut. Selbstfürsorge ist sehr wichtig, denn ohne Selbstfürsorge können wir nicht authentisch agieren und handeln oft gegen uns selbst.

Achtsame Menschen werden oft dahingehend interpretiert, dass viel Toleranz und Akzeptanz für Situationen aufgebracht werden muss, auch dann, wenn dies nicht angebracht ist. Es geht immer um eine innere Haltung: Handle ich gegen etwas oder für etwas. Für mich ist dies ein entscheidender Unterschied. Ich kann durchaus achtsam sein, wenn ich eine Entscheidung fälle, die für andere nicht angenehm ist. Empfinde ich selber eine Haltung, Aussage oder Entscheidung des Gegenübers als unangenehm, liegt es wiederum an mir, mich mit meinen Werten auseinanderzusetzen und zu reflektieren.

Unser dynamisches Leben, um es mal positiv auszudrücken, lebt von Tempo und Druck. Die Zeit für Musse, Kontemplation, Sinnfindung und Kreativität bleibt oft auf der Strecke. Genau deshalb ist Achtsamkeit schon fast subversiv und notwendig: ich darf SEIN. Wundervoll.

Ich wünsche Ihnen einen achtsamen Tag!

Im Hier und Jetzt – warum das Sinn macht

Im Hier und Jetzt sein, ist für viele Menschen eine grosse Herausforderung.

Wir befassen uns oft mit der Vergangenheit und leben in Gedanken in der Zukunft. Das Hier und Jetzt ist im Grunde genommen der einzige Moment, in welchem wir wirklich leben. Es bedeutet, sich ganz einzulassen. Natürlich braucht es dafür auch Übung. Waldbaden ist deshalb eine wunderbare Methode, sich auf den Moment einzulassen: mit allen Sinnen, der Atmung und natürlich den Gedanken. Das Gehirn wird entlastet – nur das Jetzt zählt. Im Hier und Jetzt zu sein löst Stress und Anspannung, der Wald unterstützt mit seinen Eigenschaften die Entspannung. Ich habe viele Menschen erlebt, die nach einem Waldbad gelöst und fröhlich in ihr Leben zurückgekehrt sind. Es hält einige Tage an. Danach braucht es einen erneuten Input. Wenn Sie wissen, wie Waldbaden geht, können Sie das gerne auch für sich alleine wiederholen. Ich persönlich finde, dass es in der (kleinen) Gruppe einfach mehr Spass macht.